Das wissenschaftliche Programm

Das Konstruktive Programm

Der Methodische Konstruktivismus entwickelt Wissenschaftssprache aus Alltagssprache. Die Basis der Wissenschaftssprache ist daher die Alltagssprache. Das Vokabular, die Syntax und die Semantik werden mit Bezug auf die Alltagssprache entwickelt. Dabei wird der Appell an die direkte Einsicht in die Geltung von Sätzen ersetzt. Jeder Schritt der Entwicklung ist wohlbegründet durch Bezug auf Alltagssituationen, die unbezweifelt sind.
 

Konsequenzen für die empirische Wissenschaft

Durch das Verfahren werden Test- und Befragungsergebnisse für die getesteten und befragten Personen prinzipiell einsichtig. Die traditionelle und problematische Vorstellung eines durch sich selbst und aus sich heraus verständlichen Begriffs wird nicht mehr benötigt. An die Stelle der Frage nach der Begründbarkeit tritt der Nachweis der Lehr- und Lernbarkeit in sukzessiven Einführungsschritten. Die Einbettung der sprachlichen Handlungen in praktische Situationen ihres sinnvollen Gebrauchs begünstigt ihre Anwendbarkeit.

Im Methodischen Konstruktivismus ist Sprache nachvollziehbare Bedingung der Möglichkeit von Wissenschaft.