Forschungstag 2013

Endlichkeit und Nichtverstehen: Der Forschungstag der Philosophischen Fakultät an der Kieler Universität

Das Collegium Philosophicum lädt am 13. November 2013 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet im Hörsaal H, im Senatssitzungssaal sowie im Foyer des Audimax statt (Christian-Albrechts-Platz 2, Kiel). Der Eintritt ist frei.

Nichtverstehen“ und „Endlichkeit“, diese beiden Themen bilden den Rahmen für den dritten Forschungstag des Collegium Philosophicum, der am 13. November 2013 im Audimax der CAU stattfinden wird. Von 9 Uhr bis 15 Uhr werden im Hörsaal H und im Senatssitzungssaal insgesamt vier Vorträge und zwei Workshops stattfinden, die Studierenden, Wissenschaftlern, Schulklassen und allen anderen Interessierten die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung in den Projektkollegien vorstellen möchten.

Begrüßung und Vortragsreihe des Forschungstages

Nach der Eröffnung der Veranstaltung um 9:00 Uhr durch den Präsidenten Prof. Dr. Gerhard Fouquet und durch Professor Dirk Nabers, Sprecher der Societas Ethologica et Sociologica, beginnt die Reihe der vier Vorträge. Professor Thorsten Burkard wird einige Beobachtungen zum Umgang mit dem Tod und dem Sterben in der lateinischen Literatur vorstellen. Professor Konrad Ott wird gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Christian Baatz über die technologische Veränderung des Klimas sowie seine Forschung zu den ethischen Aspekten dieser Problematik berichten. Dr. Robert Hofmann und Professor Johannes Müller stellen ihre Forschungsergebnisse zu prähistorischen Städten vor. Als letzten Vortrag wird Julia Trinkert in Vertretung für Professor Uwe Albrecht "von der Endlichkeit eines besonders gefährdeten Denkmälerbestandes und seiner wissenschaftlichen Erfassung" sprechen.

Interaktive Workshops

Im Anschluss an die Vorträge bieten einige der Doktoranden der Philosophischen Fakultät, die ihre Dissertationen als Stipendiaten der Projektkollegien "Anoetik - Formen und Leistungen des Nichtverstehens" und "Erfahrung und Umgang mit Endlichkeit" schreiben, ab 12:15 Uhr zwei interaktive Workshops an:

Im Workshop "Poesie (nicht) verstehen" möchten Justus Gronau, Frank Nagel und Ingo Vogler in spielerischer Form die (oft schon aus dem Schulunterricht vertraute) Erfahrung des Nichtverstehens von Lyrik aufgreifen und im Rahmen des Forschungstags thematisieren. Hierzu werden sie m Foyer des Audimax einen Tisch mit einer Plakat-Station aufbauen, die Statements von Autoren und Wissenschaftlern zum Gedichtverstehen visualisiert und potenzielle Interessenten auf den Workshop hinweist. Dieser ist selbst im Senatssitzungsraum angesiedelt, wo sowohl die Produktion von Lyrik (Haikus) und die Rezeption (Wirkung versus Verstehen) an verschiedenen Spiel-Stationen Thema werden. Eingeladen sind insbesondere Schüler der Oberstufe (nach Absprache), Studierende ausgewählter Pro- und Hauptseminare zur Lyrik (nach Einladung bzw. in Absprache mit Dozenten), Promovierende der CAU sowie weitere Besucher des Forschungstags.

Im direkt anschließenden Workshop "Was beginnt, wo das Verstehen endet? Endlichkeit und Nichtverstehen in Werken der bildenden Kunst und Musik im Kontext der Postmoderne" leiten Malte Markert, Hanna Pahl und Katinka Seeger interessierte Besucher an, Erfahrungen und Erkenntnisse zu Aspekten der Endlichkeit und des Nichtverstehens in Kunst und Musik zu gewinnen. Der Workshop untersucht Werke der bildenden Kunst und der Musik im Hinblick auf Prozesse des Nichtverstehens und der Endlichkeit. Visuelle Strategien und akustische Phänomene in Kunst und Musik, gerade im Kontext der Postmoderne bis hin zur künstlerischen Praxis der Gegenwart, konfrontieren den Betrachter oder Rezipienten mit dem eigenen Nichtverstehen, welches in der Beschreibung der Werke problematisch werden kann. Mit der Fragestellung des Workshops 'Was beginnt, wo das Verstehen endet?' soll anhand exemplarischer Werke von John Cage, Yves Klein und James Turrell in der gemeinsamen Werkanalyse mit den Teilnehmern Momenten des Nichtverstehens und der Endlichkeit nachgespürt werden, um gleichsam dessen Leistungen zu entdecken.

Podiumsdiskussion

Den letzten Punkt der Veranstaltungsreihe bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Endlichkeit der Welt - Endlichkeit des Wachstums?". Hierbei werden Daniel Jesche, Doktorand im Projektkolleg "Endlichkeit", Dr. Sonja Peterson, wissenschaftliche Geschäftsführerin im Institut für Weltwirtschaft, und ein(e) weitere(r) Diskussionspartner(in) die Konflikte und verschiedenen Lösungsansätze diskutieren, die sich aus den stetig wachsenden Bedürfnissen und Ansprüchen der Menschheit an ihre Umwelt und der Endlichkeit ebendieser Umwelt und ihrer Ressourcen ergeben. Die Diskussion wird von Dr. Anja Franke-Schwenk moderiert.

Forschungszentren

Parallel zu diesen Veranstaltungen werden die Forschungszentren "Stimme & Emotion", das "Zentrum für Asiatische und Afrikanische Studien (ZAAS)", das "Forschungszentrum für Osteuropa-Studien (ZOS)" sowie das Forschungszentrum "Arealität und Sozialität in der Sprache"  an Ständen im Foyer präsent sein und interessierten Besuchern mit Postern und in Gesprächen ihre Forschung vorstellen.

Diese Gelegenheit nutzen ebenso weitere Doktoranden der Projektkollegien und bringen Besuchern des Foyers weitere Aspekte der "Endlichkeit" und des "Nichtverstehens" näher. So werden hier Götz Gerhardt und Sarah Traupe zum Thema „Verstehen verstehen. Perspektiven der philosophischen Hermeneutik“ in Gesprächen Auskunft geben, Justus Gronau, Frank Nagel und Ingo Vogler informieren vorab über den oben vorgestellten Workshop „Poesie (nicht) verstehen“, und Maria Grewe wird gemeinsam mit  Lucie Chamlian unter dem Titel „Die Grenzen unserer Welt: Fragen und Wissen zur Nachhaltigkeit“ kleine Spiele und Rätsel zum Thema "Nachhaltigkeit" anbieten.

Feierlicher Ausklang

Als feierlichen Ausklang wird es einen kleinen Umtrunk geben, zu dem alle Besucher und Gäste herzlich eingeladen sind, um mit den Vortragenden und Veranstaltern sowie den anderen Besuchern des Forschungstages bei geselliger Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Die Organisation liegt in diesem Jahr bei der Societas Ethologica et Sociologica.

Interessierte Gäste sowie Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen.

Ein ausführliches Programm finden Sie hier.